Von DSDS bis zu Zehntausenden Followern auf Social Media. Autor, Songschreiber und Content Creator Marvin Ventura liefert ab! Ein saarländischer Künstler auf eigenem Kurs. Urban, ehrlich, unverwechselbar!
Marvin Ventura ist ein Sänger, Songwriter und Content Creator aus Homburg, der sich in den vergangenen Jahren zu einer markanten Stimme der saarländischen Pop‑ und Urban‑Szene entwickelt hat. Erste Aufmerksamkeit erlangte er 2021 durch seine Teilnahme an „Deutschland sucht den Superstar“ wo er es beim Mykonos‑Recall unter die letzten 14 schaffte. Seitdem baut er konsequent an einer unabhängigen Künstlerkarriere, die sich durch Authentizität, emotionale Offenheit und eine unverwechselbar raue Stimme auszeichnet. Durch Songs wie „Zerrissen wie Papier“, „Demons“ oder „Matrix“ verbindet Ventura persönliche Themen mit modernen Pop‑ und R&B‑Elementen. Seine Musik bewegt sich zwischen verletzlicher Ballade und urbanem Sound, getragen von einer Stimme, die sofort Wiedererkennungswert hat. Parallel dazu erreicht er eine stetig wachsende Community auf TikTok und in letzter Zeit besonders auf Instagram, die seine Mischung aus Musik, Humor und Alltagsnähe zu den unterschiedlichsten Themen schätzt. Auch als Content Creator hat er ein gutes Gespür für Timing, Humor und Nähe. Er wirkt nicht wie jemand, der eine Rolle spielt, sondern wie jemand, der seine Community wirklich mitnimmt. Neben Studioarbeit und Social Media ist Ventura auch als Live‑Sänger aktiv — auf Events, Konzerten und privaten Feiern. Seine Auftritte leben von einer direkten, nahbaren Art, die ihn sowohl als Künstler als auch als Persönlichkeit greifbar macht.
Er gehört zu den Künstlern, die man nicht lange erklären muss. Man hört zwei Zeilen, und man weiß, wer da singt. Seine Stimme hat diese seltene und ganz individuelle Mischung aus Rauheit und Wärme, die sofort emotional andockt. Er klingt nicht glattgebügelt, nicht künstlich produziert, sondern echt, und genau das macht seine Songs glaubwürdig. Musikalisch bewegt er sich souverän zwischen Deutschpop, Urban und R&B, ohne sich in Genre‑Schubladen zu verlieren. Seine Texte sind oft introspektiv, manchmal dunkel, aber nie hoffnungslos. Man spürt, dass er nicht singt, um zu gefallen, sondern weil er etwas zu erzählen hat. Das verleiht seinem Stil eine ehrliche Tiefe, die man im deutschsprachigen Pop nicht allzu oft findet. Diese Mischung aus Authentizität, Stimme und moderner Pop‑Sensibilität macht ihn zu einem Künstler, der sich organisch weiterentwickelt — und der noch längst nicht am Ende seiner Möglichkeiten ist. Dabei macht er nie den Eindruck einen festgeschriebenen Plan zu verfolgen, sondern immer nur das zu tun, wofür er mit ganzem Herzen stehen kann, ohne sich auch nur ansatzweise verstellen zu müssen.
„Das Leben hat mich überallhin getrieben.“ erklärt er offen. Tatsächlich hat er ursprünglich einen ganz unauffälligen Lebensweg mit den üblichen Stationen von Kindergarten bis Schule beschritten. Allein sein Name war schon immer was Besonderes, denn der ist kein erfundener Künstlername, sondern er verdankt ihn seinem spanischstämmigen Vater. Aber ansonsten alles ganz normal: „Ich habe Einzelhandelskaufmann gelernt und bin dann Einrichtungsberater bei einem großen saarländischen Möbelhaus gewesen. Irgendwann war mir das zu langweilig und eintönig und ich da raus. Zwei Jahre lang habe ich dann als Autor für eine Firma gearbeitet, die interaktive Horror Mystery Spiele herstellt und dort unter anderem auch ein komplett eigenes Spiel geschrieben. Nebenher habe ich viel Content Creation gemacht und als das immer mehr und mehr wurde, habe ich dann irgendwann eine Kooperation mit Globus Baumarkt bekommen. So bin ich dann fest zu Globus gekommen und bin dort bis heute für Social Media verantwortlich.“
L!VE: Wie und wann kam dann die Musik ins Spiel?
Marvin Ventura: „Also, mein Vater war früher schon musikalisch gewesen. Der hatte damals auch mal irgendwann von Frank Farian ein Angebot bekommen. Er fand aber damals die Musik nicht so cool, glaube ich und hat deswegen abgelehnt. Dann war nur noch ab und zu so ein bisschen im Chor mitgesungen und dann ist das auch bei ihm ausgelaufen. Er war aber immer schon ein riesengroßer Musikfan und hatte 1000 Schallplatten. Das hat mich dann irgendwann angesteckt und auch mein Bruder ist musikalisch, macht hobbymäßig Rapmusik, schreibt Texte und nimmt dann in private Studios auf. Wir haben früher auch sehr viel und sehr gerne Singstar gespielt, das fand ich immer cool. Nur hatten wir es selbst nicht zu Hause, nur meine Cousine hatte das. Und immer, wenn dann dort waren, hat das auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und ich habe da auch schon ein bisschen gemerkt, dass ich da gut drin war. Also ich konnte da zwar noch nicht wirklich singen, aber ich habe schon gemerkt, okay, ich schaffe es immer gute Punktzahlen abzuräumen. Ich denke, das war das allererste Mal, wo ich mit 12 oder 13 selbst mein Talent entdeckt habe. Das war so der erste Schritt, wie das Ganze losging oder wie ich das erste Mal entdeckt habe, dass ich überhaupt singen kann.
L!VE: Aber bis Du dann vor Dieter Bohlen gestanden hast ist ja bestimmt noch einiges passiert?
MV: „Ja, da ist viel passiert. Ich habe als allererstes eine Rockband mit einem Kumpel zusammen gemacht. Wir sind zwar nie aufgetreten, aber wir haben viel im Keller geprobt und Musik gemacht und die ersten eigenen Songs geschrieben. Dann ist es musikalisch für mich so in die Richtung Rapmusik gegangen und ich hatte damals auch Musik rausgebracht, obwohl ich da eigentlich nicht mehr gerne drüber spreche, weil es war sehr, sehr peinlich. Sogar zwei Alben geschrieben und mit einem Produzenten rausgebracht, aber das war alles ja sehr nischig und und hat auf Dauer auch nicht funktioniert. Später bin ich dann wieder zur Rockmusik und bin in eine Band eingestiegen. Die wurde dann zu Ventura Band und wir sind damals auch relativ häufig aufgetreten, haben eigene Songs rausgebracht und den deutschen Rock Pop Preis in der Kategorie „Bester Song“ gewonnen. Und dann bin ich von DSDS angefragt worden, also ich habe mich gar nicht beworben, sondern die sind auf mich zugekommen. Dann ist das direkt losgegangen mit DSDS und dann wurde ich ins kalte Wasser reingeschmissen, auch was Social Media angeht, und dann musste man ja irgendwie mit den Folgen klarkommen.
L!VE: Was war das für ein Gefühl auf einmal auf der Straße erkannt zu werden?
MV: „Am Anfang war das komisch. Mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt, wobei es gerade im Saarland natürlich jetzt krass geworden ist. Jetzt glaube ich, kann ich nicht mehr rausgehen, ohne dass man mich erkennt. Irgendwann hat man, glaube ich, so diesen Mechanismus entwickelt, dass man das ausblendet. Also ich laufe jetzt die Straße runter und merke, okay, der redet über mich. Und wenn die Person einen ansprechen, dann freue ich mich darüber und mache dann auch gerne Bilder oder spreche mit denen und so. Nur wenn jetzt einer so hinter vorgehaltener Hand redet oder lästert, dann reagiere ich da nicht drauf, weil ich das irgendwie ein bisschen komisch finde. Was soll ich da auch sagen.“
L!VE: Du hast nach DSDS dieses Momentum mitgenommen, drei Songs rausgebracht aber dann sowas wie eine Pause gemacht?
MV: „Ich habe mich dann erstmal tatsächlich ein bisschen musikalisch zurückgezogen. Ich habe viele Songs geschrieben und viele gute Musik, die ich rausbringen könnte. Aber das ist so ein anstrengendes Business und man muss so dafür kämpfen. Dieser erste Song, „Zerrissen wie Papier“ war damals mit einem Produzenten, bei dem ich nicht mehr aus dem Vertrag rausgekommen bin. Also wie man es klassisch kennt, direkt unterschrieben nach DSDS und dann hat es ewig lange gebraucht, bis ich mit Anwalt und allem Drum und Dran wieder raus aus der Nummer rausgekommen bin. Und deswegen kam auch in der ganzen Zeit nur ein Song, dabei hatte ich so viele Sachen, zum Beispiel einen Song aufgenommen in den Studios, wo zum Beispiel Wincent Weiss recordet. Der ist nie rausgekommen und das waren halt immer so Sachen wegen des Ärgers mit dem Vertrag. Als das dann endlich geklärt war, habe ich fünf Songs direkt relativ zeitnah hintereinander rausgebracht mit den Jungs hier aus Saarbrücken. Ich hab‘ dann auch bei Tiavo produziert und auch mit denen zusammen so ein bisschen Songwriting gemacht. Die haben so ein bisschen drüber geguckt, ein bisschen Feinschliff und sowas gemacht in den Songs. Und aktuell steht noch nichts fest, aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch was diesen Sommer.“
L!VE: Du schreibst aber weiterhin auch noch für andere?
MV: „Klar! Ich habe jetzt hier für die junge Saarländerin Lilli Heinrich aus „The Voice Kids“, ihren neuen Song geschrieben oder zum Beispiel für eine Münchnerin fünf Stück oder so. Ich habe mich im Songwriting schon ein bisschen etabliert, auch dank der Vermittlung eines Produzenten, der sagt okay, du bist ein guter Writer, schreib mal für diesen oder jene.“
L!VE: Und das wahrscheinlich in allen möglichen Genres, die dir einfach Spaß machen, oder?
MV: „Das stimmt, das stimmt. Ich bin zwar tatsächlich gerne ein Balladensänger, nutze auch gerne meine rauhe Stimme. Das kann ich aber nicht dauerhaft machen kann, weil die Leute irgendwann sagen, da könnte auch mal ein bisschen Abwechslung rein. Mein Produktionsteam hat dann vorgeschlagen, lass mal ein bisschen was Poppigeres machen. Und dann kamen die Songs, so ein bisschen an Hip Hop angelehnt oder so bisschen R’n’B gewesen sind. Die haben wir dann zusammen in diese Richtung geschrieben, weil ich ja früher aus der Hip Hop Sparte kam, hat mir das sowieso Spaß gemacht. Und ja, wie gesagt, weil mir Rockmusik auch sehr, sehr, sehr, sehr gut liegt, kam der letzte Titel jetzt noch mal schön in diese bluesige Nummer rein und mir das auch einfach Bock macht. Also schon schwierig, mich festzulegen.“
L!VE: Social Media macht Dir ganz offensichtlich auch richtig Spaß und auch hier willst Du Dich nicht festlegen?
MV: „Ja, das hat mittlerweile überhandgenommen. Mindestens ein Post pro Tag und das an 365 Tagen im Jahr, das muss man erstmal stemmen, auch wenn man viele Bereiche abdeckt Halt alles, was so, was gerade so lustig ist, von Essen, Events und Gastronomie bis beispielsweise saarländische Eigenarten. Mittlerweile vielleicht soagr ein bisschen mehr auf Insta als auf TikTok.“
L!VE: Wenn wir dich vor drei, vier Jahren gefragt hätte, dann hätte sich Deine Zeit ziemlich gleichmäßig zwischen Social Media und Musik aufgeteilt, gell?
MV: „Ja, auf jeden Fall, vielleicht sogar etwas mehr Musik. Aber Social Media hat komplett überhandgenommen. Ich mache aktuell zwar auch Musik, hauptsächlich aber Auftragsmusik. Ich mache mache viel Hochzeitsgesang, ich glaube, dieses Jahr sind es noch mal 20 Paare, die ich begleite. Aber Social Media ist jeden Tag und sieben Tage die Woche. Ich habe ja so viele Kooperationen, Restaurants, die ich teste und so weiter. Also mein Privatleben ist sehr gering geworden.
L!VE: Wie, Du hast noch ein Privatleben?.
MV: Ganz, ganz wenig Privatleben. Meine Freundin freut sich immer, wenn ich wenigstens abends auf der Couch sitze und meine Videos schneide. Ich habe halt meine feste Uhrzeit und bis dahin muss ich fertig sein, weil ich ja auch immer punktgenau posten will und vorher dreht sich alles darum. Jetzt auch wieder. Wir haben unseren Termin und danach gucke ich, wie kriege ich jetzt noch ein Video produziert, dass das bis Punkt Neun auf Social Media gelandet ist. Aber meine Freundin ist da sehr entspannt. Sie macht ja auch sehr viel auf Social Media mit mir mit. Sie ist auch oft vor der Kamera mit dabei oder kommentiert von hinter der Kamera und unterstützt mich da vollkommen. Ich glaube fast, die würde auch ein bisschen mehr Social Media machen. Sie versucht immer so ein bisschen.“
L!VE: Zurück zur Musik. Abgesehen von der Auftragsmusik, bleibt gerade wenig Zeit für Deine eigenen Sachen?
MV: „Also es macht mir ja immer noch Spaß. Ich habe zwischenzeitlich mit einer Band ein bisschen was gemacht, habe da auch in Neunkirchen letztes Jahr einen Auftritt in einem Festzelt gespielt. Aber die haben ihre festen Sänger und ich schaffe das auch oft zeitlich nicht zurzeit. Ausserdem, wenn ich so singe, das geht halt immer massiv auf die Stimmbänder. Deswegen spiele ich zurzeit keine Feste. Aber wie gesagt, man kann mich für private Veranstaltung buchen. Dann komme ich vorbei und sing, sing ein, zwei Stündchen bei den Leuten. Aber Feste ist mir meistens auch zu lange, muss ich ganz ehrlich sagen.“
L!VE: Wenn das mit Livemusik schwierig ist, wie wärs dann mit einen neuen Album?
MV: „Ein Album könnte ich füllen mit Songs, auf jeden Fall. Ich habe schon so früh mit Musik angefangen und schon so viel und lange probiert, sag ich jetzt mal. Das kommt manchmal die Frage auf: für wen machst du es jetzt mittlerweile? Klar sind da ein paar dabei, die sich die Musik anhören und wahrscheinlich würden das auch mehr, wenn ich mehr Musik publizieren würde. Aber das ist immer so anstrengend und vor allem auch teuer. Also ich muss ja jeden Song bezahlen, den ich rausbringe. Professionelle Studios, die wollen ja auch ihr Geld. Der letzte Song, den ich gemacht habe, den habe ich zu Hause produziert. Ich habe mir ein richtig gutes Mikro geholt und zu Hause recorded. Dann war das noch im Rahmen, so ein bisschen, aber es geht halt immer um Cash.“
L!VE: Da ist der nächste Schwenker Content natürlich verführerisch …
MV: „Ja, oder halt auch Restaurants zu testen. Ich esse ja gerne, wie man sieht und deswegen ist das natürlich sau geil, wenn ich halt einfach in ein Restaurant komme und einfach alles probieren kann, worauf ich Bock habe. Das ist halt schon richtig geil. Aber ich habe immer Leute dabei, die mit mir essen. Ich schaffe das natürlich nicht alles, diese Massen, die mir immer auf den Tisch gestellt werden.“
L!VE: Du fühlst Dich offensichtlich wohl vor der Kamera, droht da eine TV-Karriere?
MV: Hätte ich Bock, auf jeden Fall. Ich habe aber immer das Gefühl, dass man dafür Reality TV machen muss. Ich glaube, wenn du nicht datest bist – und ich bin ja in einer Beziehung – dann ist es natürlich immer schwierig so ein Reality Format zu machen. Das sind ja meistens irgendwelche Dating Liebes Shows, die einen in das Business reinkatapultieren könnten.“
L!VE: Dann vielleicht ein Kochbuch als nächsten Schritt?
MV: „Das wäre cool. Habe ich schon öfter überlegt. Aber ja, man hat so viele Ideen im Kopf. Ich habe eigentlich so eine Liste gemacht mit all den Sachen, die ich umsetzen will. Bis jetzt habe ich noch nichts abgehakt von den ganzen Sachen.
L!VE: Aber bitte nicht nochmal zum Dieter?
MV: „Ich habe das wirklich noch mal probiert, aber die haben mich abgelehnt, mir eine Absage geschickt. geschickt. Ich weiß nicht, woran das gelegen hat. Vielleicht daran, dass ich mal in einem einen Artikel in einer großen deutschen Tageszeitung oder so kurz mal gesagt habe, dass ich DSDS ein bisschen gebasht habe. Aber mir geht es auch so richtig gut!“
L!VE: Besten Dank für Deine Zeit und bis bald auf Deinen Kanälen!









