Über 300 originale Zeichnungen, Skizzen und Scrabbles aus allen Schaffensphasen Loriots – von den frühen Kindheitsarbeiten bis zum Spätwerk präsentiert die Ausstellung. Viele dieser Wort‑ und Bildkompositionen entfalten eine ganz eigene Komik und werden zu feinsinnigen Beobachtungen gesellschaftlicher Wirklichkeit. Seine unverwechselbare Zeichenkunst, die er unter anderem als Werbegrafiker sowie als Kolumnist für Stern und Quick entwickelte, besitzt bis heute ikonischen Charakter. Ein weiterer Schwerpunkt der Schau beleuchtet Loriots Wirken jenseits der Zeichnung: Zu sehen sind Phasenzeichnungen seiner berühmten Trickfilm‑Cartoons wie „Herren im Bad“, von ihm entworfene Opernbühnenmodelle, Drehbücher sowie Szenenfotos legendärer Sketche wie „Die Nudel“. Auch seine Spielfilme Ödipussi und Pappa ante portas werden durch ausgewählte Materialien veranschaulicht und geben Einblick in die Präzision und Akribie, mit der er seine Projekte realisierte. Besondere Aufmerksamkeit erhält zudem ein Stück Zeitgeschichte: 1985 fand in der DDR die erste Loriot‑Ausstellung statt. Sie markierte den Beginn seiner bis heute bestehenden Verbindung zu seiner Geburtsstadt Brandenburg an der Havel und bildet einen wichtigen historischen Bezugspunkt innerhalb der Präsentation.
Loriot – Künstler, Kritiker und Karikaturist – bis 07.06. in der Ludwig Galerie in Saarlouis.




